Roll’Athlon 100, 1. Juni 2014

Nach der Teilnahme am 24h Rennen in LeMans im Jahre 2012, entstand beim Bier die Idee,  alle 1 – 2 Jahre ein etwas spezielleres Inline-Event zu besuchen.

Gabi war es, die uns letztes Jahr auf den Roll’Athlon 100 aufmerksam machte. 103 km auf Inlines der Rhone entlang in der Haute-Savoie. Das war genau die Herausforderung, die wir suchten. Unser Sportchef, Nik Pfister, übernahm die Organisation.

Zu Beginn war die Begeisterung und entsprechend auch die Teilnehmerzahl recht hoch. Nach und nach wurden die Teilnehmer jedoch immer weniger und am Schluss traf sich eine Gruppe von 6 Inline Begeisterten am Samstag, den 31. Mai in der Seevorstadt zur gemeinsamen Fahrt nach Seyssel (F).

Mit dabei waren: Urs Flückiger, Nelly Franic (Inline Club Mittelland), Gabi Schibler, Timon Spoerri, Nik Pfister und der Schreibende, Thomas Moser.

Gemäss Navi betrug die Reisezeit 2h40min und nach einem kurzen Verpflegungshalt kamen wir gegen 17.00 Uhr in Seyssel, ein kleines Dorf über der Rhone, welches auch schon bessere Tage erlebt hat, an.

Nach Anmeldung und Bezug der Unterkünfte trafen wir uns gegen 18.30 Uhr zum gemeinsamen Nachtessen. Gabi fand das einzige Restaurant, welches geöffnet hatte und ausserdem noch über eine malerische Terrasse direkt über der Rhone verfügte. Kohlenhydrate waren angesagt und natürlich durfte auch eine Flasche Côtes-du-Rhône nicht fehlen. Das Gespräch drehte sich um das Rennen von Sonntag und wir unterstützten Timon mit guten Tipps wie er bei den Sprint- und Grimpeur-Wertungen zuschlagen könne. Thema waren auch alte Inline-Erinnerungen wie der 111.

Da der Start für 07.30 Uhr angesagt war, begaben wir uns alle zeitig zu Bett.

Am Sonntagmorgen trafen wir uns alle um gemeinsam nach Motz zum Start zu skaten, dies liegt etwa 3 km von Seyssel entfernt und diente zugleich als Einfahrstrecke. Bei kühlen Temperaturen (ca. 10°C, gefühlt unter dem Gefrierpunkt) schlotterten wir dem Start entgegen. Mit französischer Präzision (5 min Verspätung) erfolgte der Start und wir nahmen sogleich die erste lange Steigung in Angriff.

Timon, Urs und Nik ganz vorne; Gabi, Nelly und ich weiter hinten im Feld.

Gabi und ich hatten beschlossen möglichst zusammen zu bleiben und mein persönliches Ziel war eine Zeit unter 4 Stunden. Als wir die Steigung erklommen hatten, konnten wir uns in eine Gruppe von ca. 12 Fahrern einreihen, welche genau unser Tempo fuhr. Nach halber Stecke wechselten wir noch einmal zu einer Gruppe, welche von 2 TNS-Frankfurt Fahrern angeführt wurde. Wir genossen die Fahrt bei optimalen Bedingungen in einer malerischen Landschaft. Die Strecke führte über Haupt- und Nebenstrassen und auch über viele Velowege, teils an der Sonne, teils im Schatten, einfach optimal.

Bei km 68 dann der Schreck, Nick am Wegesrand sitzend, Inlines schon ausgezogen, Schulter leicht hängend und einige Schürfungen. Da sich die Sanitäter schon um Ihn kümmerten, entschieden Gabi und ich weiterzufahren. Ein flaues Gefühl im Magen blieb….

Was Sicherung, Streckenführung und auch Verpflegung anbetrifft, war alles optimal organisiert, alle 10-12 km stand ein Verpflegungsposten mit Wasser, Bananen und Früchten und später im Rennverlauf wurde uns sogar Wasser ab Motorrad angeboten.

Unsere Gruppe war wirklich optimal, man sprach zusammen, teilte sich die Führung (wobei die 2 Fahrer von TNS die Hauptarbeit wie ein D-Zug absolvierten) und auch die Verpflegung.

Ab km 95 stand uns noch der lange Schussanstieg bevor, welcher in die tolle Schlussabfahrt führte.

Nach 3h51min fuhren Gabi und ich gemeinsam durchs Ziel, wo uns schon Timon (8. Gesamtrang 2h57min und Urs 71. Gesamt in 3h39min) erwarteten. Kurze Zeit später erreichte auch Nelly das Ziel (168. Gesamt, 4. Kategorie in 4h22min). Total wurden 213 Teilnehmer klassiert.

Nik rief uns aus dem Spital Belley an, er hatte einige Prellungen und Schürfungen und was noch viel schmerzhafter war, die Schulter ausgekugelt.

Nachdem wir Nik aus dem Spital abgeholt hatten, machten wir uns auf die Heimreise.

Das Erlebte wurde lebhaft diskutiert und speziell Nik war trotz seiner Verletzungen ausgezeichnet gelaunt (eventuell Nachwirkungen von der Lachgasnarkose J).

Fazit: ein toller Ausflug in eine malerische Gegend mit gutgelaunten und sympathischen Teilnehmern.

Bericht: Tom Moser

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