Vollmond-Schneeschuhwanderung Près d’Orvin

02.02.2018 – Stef Altorfer

Um es vorwegzunehmen: Diese Mondscheinwanderung mit den Schneeschuhen oberhalb Près d’Orvin war schlichtweg fantastisch, der Hammer, einfach genial. Ich gebe 5 Sterne – mindestens.

Dabei hatte alles etwas harzig begonnen. Schon die Anmeldung zu diesem HotWheels Anlass verlief- zumindest aus meiner Sicht, suboptimal. Doch dank verschiedentlichen Aufrufen via Mail und Whatsapp wussten schlussendlich wohl die meisten Vereinsmitglieder, was sich an diesem Freitagabend für eine einmalige Gelegenheit bieten würde. Oder doch nicht? Tania, unser neues Vereinsmitglied in Spe hatte sich wohl gerade eben in den HotWheels Vereinschat eingehängt, als Sie die Mitteilung von Urs las, dass das Schneeschuhlaufen am Freitagabend stattfinden würde. „Ich bin nicht auf dem Laufenden…“ schrieb sie in den Chat und kurze Zeit später war auch sie total auf dem Laufenden.

Treffpunkt also Freitag um 18’00 Uhr beim Langlaufzentrum in Pres d’Orvin. Ich war pünktlich auf dem Parkplatz und – alleine. Nach einer ersten Unsicherheit darüber, ob ich mich doch in Datum oder Uhrzeit getäuscht hatte, sah ich die ersten bekannten Gesichter. Andreas und Gabi stiegen aus ihrem Auto. Also doch, dachte ich mir und begann ebenfalls, mich für die bevorstehende Tour vorzubereiten. Bald einmal waren wir drei ready to go – doch immer noch die Einzigen auf Platz. Per Whatsapp dann die Nachricht unseres Sportchefs „es wird 5 Minuten später“. Soweit so gut, wäre die Nachricht nicht bereits 10 Minuten nach 6 angekommen. Doch die Vorfreude blieb uns erhalten und so geschah es dann, dass um 18’30 Uhr eine Schar von 10 HotWheelern (ich zähle Dich schon dazu Tania) den Weg zur Métrairie de Cléresse unter ihre Schneeschuhe nahmen. Oder wohin eigentlich? Zur Métrairie du Milieu de Bienne? Das ist ja beinahe beim Chasseral! Nach kurzer Abstimmung war das Ziel dann allen Teilnehmern bekannt: Die Métrairie d’Evilard sollte es sein, wo uns ein leckeres Fondue erwarten würde.

Schon der Aufstieg zur Hütte war wunderschön. Obwohl es bis weit hinauf geregnet hatte und dadurch der Schnee bereits wieder verschwunden war, hatte es oben beim Langlaufzentrum noch erstaunlich viel Schnee. Und vom Donnerstag auf den Freitag kamen 10 cm Neuschnee dazu. Perfekte Bedingungen also für eine Schneeschuhwanderung. Als wir alle Richtung Métrairie stapften, begann es sogar leicht zu schneien. Für Elin (6) und Jean-Luc (11), die beiden Kinder von Melanie, war es eine besondere Herausforderung, bis hinauf zur Hütte zu laufen. Doch mithilfe von „Django“, des Schweizer Schäferhundes von Nicole, schafften auch sie den Weg hinauf bis zur Hütte.

In der Métrairie d’Evilard angekommen, konnten wir uns sogleich an den langen, für uns reservierten Tisch in der Mitte der Gaststube setzen. Wir waren die einzigen Gäste an diesem Abend und somit war das Ganze eigentlich eine Privatparty für uns HotWheelers. Die neuen Gastgeber, sie sind erst seit Herbst letzten Jahres auf der Métrairie tätig, machten ihre Sache perfekt und schon nach kurzer Zeit konnten wir alle unsere mit Brot oder Kartoffeln bestückten Gabeln in feinstem Fonduekäse drehen.

Elin nutzte die Zeit, um von ihren Erlebnissen Zeichnungen zu machen. Eine davon hat sie mir geschenkt, was mich natürlich sehr gefreut hat. Deutlich zu erkennen auf dem Bild bin ich mit meinen Schneeschuhen und der – leider nicht immer einwandfrei funktionierenden – Stirnlampe. Vielen Dank nochmals Elin.

Der Weg zurück auf den Schneeschuhen wurde dann vollends zum Märchentraum. Mittlerweile hatten sich nämlich die Wolken etwas verzogen und der fahle Schein des Vollmondes tauchte die frisch verschneite Landschaft in ein blasses Licht. Bergab ging’s fast von alleine und so stapften wir alle zusammen überwältigt vom Anblick der unberührten, frisch verschneiten Wiesen und Wälder zurück zum Ausgangspunkt, dem Langlaufzentrum. Um 22’45 Uhr war die ganze Gruppe mit einer Erinnerung mehr an einen unvergesslichen Moment wieder bei ihren Autos angekommen. Müde aber glücklich verabschiedeten wir uns voneinander und traten den kurzen Rückweg nach Hause an.

Vielen Dank Urs für die 1A-Organisation und den perfekten Abend für diese Mondscheinwanderung.

 

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